Festival für Spielräume der Öffentlichkeit

Generations

Generations ist eine mobile Game App, die dazu designt ist, viele Jahrhunderte benutzt zu werden. Im Gegensatz zu einem konventionellen Computerspiel kann man Generations nicht in einer Lebensspanne abzuschließen. Wenn der Spieler will, dass eines Tages jemand die höchste Ebene erreicht, muss er entscheiden, an wen er das Spiel weitergibt. Dementsprechend wirft das Spiel Fragen auf, was Vorstellungen vom digitalen Erbe und die Fähigkeiten des Spielers zur Entwicklung einer Langzeitstrategie angeht. Können wir einen Spielstand genauso vererben wie Familienfotos? Können wir beim Spielen Spaß haben, wenn erst ein entfernter Ebene das Ende des Spiels sehen wird?

Designt für Smartphones wirft Generations überdies die Frage des Veraltens spezieller digitaler Medien auf. Was passiert in Zukunft, wenn die jetzige Alltagstechnologie nicht mehr alltäglich sein wird? Welche Antworten werden die Erben des Spiels auf diese Fragen finden? Werden sie sich entscheiden, ihren Spielstand in ein anderes Medium zu exportieren? Oder werden sie das Spiel und die heute dazugehörige Hardware als untrennbares Ganzes zu betrachten- ein Relikt aus alter Zeit? Das Spiel lässt diese Fragen offen- damit Teilnehmer dazu Stellung beziehen.

Können wir eine Spielstand-Datei auf die gleiche Weise vererben wie ein Familienalbum?

Format: Spiel

  • Freitag, 03.10.2014 16:30 – 22:00
  • Samstag, 04.10.2014 11:00 – 20:00
  • Sonntag, 05.10.2014 11:00 – 17:00

One Life Remains (FR)

www.oneliferemains.com

One Life Remains ist ein französisches Kollektiv, das sich mit experimentellen Videospielen beschäftigt. Aktuell arbeiten sie (ein Code Cowboy, ein Sound Agitator, ein Kurator und ein Pro Gamer) daran, die Grenzen der Videospielparadigmen auszuweiten. Hierbei hinterfragen sie beispielsweise den Einsatz von Game Controllern, das Verhältnis von Spiel und Performance oder dem "Erbwert" von Dateien. One Life Remains' Werke werden hauptsächlich in Galerien oder im Rahmen von Festivals gezeigt.

Room Number

Room Number

Hotelzimmer sind strange. Sie sind so aufgeräumt und sauber, als wäre vor uns niemand dort gewesen- obwohl wir wissen, dass jemand dort war. Hotelzimmer wecken in uns auch strange Verhaltensweisen, als würden sie uns wirklich von unseren "echten" Leben abspalten- obwohl wir wissen, dass sie es nicht tun. Room Number ist ein Spiel über einen Hotelaufenthalt, und die anderen Leute, die vor einem dort waren. Spieler besuchen jeweils einzeln das Hotel und ein Zimmer darin, wo sie versuchen, Spuren der Menschen zu finden, die vorher dort waren- während sie gleichzeitig selbst versuchen, soviel wie möglich aus ihrer Zeit dort herauszuholen.

Was haben sie hier getan und welche Spuren haben sie hinterlassen?

Format: Spiel

  • Freitag, 03.10.2014 16:30 – 22:00
  • Samstag, 04.10.2014 11:00 – 20:00
  • Sonntag, 05.10.2014 11:00 – 17:00

Holly Gramazio (UK)

hollygramazio.net

Holly interessiert sich als Game Designerin vor allem für Spiele im öffentlichen Raum und Spiele an der Schnittstelle zu anderen Kulturformen. Federführend entwickelte sie die unterschiedlichsten Spiele: Von How to be a Blackbird (halb Spiel, halb Gedicht über eine kleine Amsel in der großen Stadt.) bis hin zu den New Year Games, bei denen 12.000 Spieler durch die Straßen Edinburghs rasten. Bislang kuratierte sie den Hide&Seek Weekender in London's South Bank. Neben der Arbeit an eigenen Spielen berät sie auch die Arbeit Anderer.