Festival für Spielräume der Öffentlichkeit

Willkommen

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hopscotch
hotaru
human_fronier
i_dont_understand_you

Photos: http://flickr.com/invisibleplayground/sets/72157648315727509/

Nimm dir einen Moment und stell dir deine Welt als Spielplatz vor.

Dein Zuhause, ein Hotel, den öffentlichen Platz. Dein Arbeitsplatz, eine Bar, eine Kirche, die Bibliothek, das Telefon, das Internet: alles. Nur für einen Moment, werde zum Engel, werde kriminell, oder zur perfekten Frau. Sei Stadtplaner. Erfinde ein Ritual. Düse, drifte, klettere. Sei Leuchtkäfer. Iss, trink, hör zu, sprich, schlaf, tanz, versteck dich, schau zu, bau auf.

Was soll deine Stadt? Was willst du mit ihr machen? Kennst du die Systeme, die regeln, wie wir kommunizieren, uns bewegen, arbeiten, spielen, lieben?

Momentary States

Vom 3.-5. Oktober 2014, lasst uns die Momentary States (Deutsch: Momentane Verfassungen) von Krakau ausrufen! Lasst uns gemeinsam neue Regeln ausprobieren. Lasst uns mit ihnen auf einander und die Welt schauen – und dann entscheiden, ob wir sie behalten oder doch wieder abschaffen wollen.

Initiiert vom Goethe-Institut Krakau im Rahmen des Projekts SPIELTRIEB! und kuratiert von Invisible Playground, entsteht diesen Herbst eine neue Version des Playpublik Festivals in Krakau, Polen. Mit Arbeiten von mehr als 50 Künstler/innen und Designer/innen aus 15 Nationen, feiert, untersucht, befragt die Playpublik – durch Spiel, in der Öffentlichkeit – was es bedeutet, in unserer geteilten Welt zusammenzuleben.

Playpublik Kraków verbindet Spiele, Workshops und Gespräche (hier findet ihr praktische Informationen darüber, wie man das Festival besucht).

Während der Wochen vor dem Festival, vom 29. September bis 1. Oktober, laden wir alle Teilnehmer der Playpublik und die interessierte Öffentlichkeit zum Playpublik Camp ein, einem Raum für kollaboratives Spiele-Design, in dem wir gemeinsam vor Ort in Krakau an den Spielen arbeiten, sie testen und zusammen Spaß haben können.

Das Festival nähert sich den “Momentanen Verfassungen” aus drei Richtungen:

Landschaft & Körper

Wenn wir mit Landschaft spielen, organisieren wir Körper. Wenn wir mit unseren Körpern spielen, schaffen wir Landschaften. Welche momentanen Verfassungen von Landschaft und Körpern – welche Formen von Präsenz, Verteilung und Gemeinschaft – ergeben sich, wenn wir mit den digitalen und materiellen Infrastrukturen der Stadt spielen?

Aufmerksamkeit & Ökonomien

Es ist unmöglich geworden, über Ökonomien nachzudenken, ohne zugleich über Aufmerksamkeit nachzudenken. Aufmerksamkeit steht im Mittelpunkt des post-industriellen Kapitalismus. Ökonomien sind zentrale Komponenten von Gameplay. Welche momentanen Verfassungen von Aufmerksamkeit und Ökonomie treten auf, wenn wir mit Systemen von Fokus, Wert und Arbeit spielen?

Glaube & Chaos

Spiele und religiöse Rituale teilen eine lange Geschichte. Angesichts der Komplexität urbaner Gesellschaften im 21. Jahrhundert sind Glaubenssysteme in der Krise – und scheinen zugleich attraktiver als je zuvor. Welche momentanen Verfassungen von Glaube und Chaos entstehen, wenn wir mit dieser Spannung spielen?

Hier finden sich Informationen zur ersten Edition der Playpublik in Berlin, 2012.